Hansefest in Wesel und Die drei Fragezeichen Live-Hörspiel in Essen
Geschrieben von davadda - Dominik Gesthuysen
Das Hansefest und Die drei Fragezeichen sind zwei Termine in der nächsten Zeit – neben den internationalen Spieletagen in Essen – über die ich mich richtig freue.
Historisches Hansefest in Wesel
Nach letzten Aufbauarbeiten gestern Abend verleiht das historische Hansefest von heute dem 23.10.2009 bis zum Sonntag den 25.10.2009 der Weseler Innenstadt etwas mittelalterliches Flair. Es soll ja Leute geben, die behaupten, dass die Weseler Innenstadt nur in diesen drei Tagen etwas Flair versprüht
– würde ich natürlich niemals so sagen. Wobei – ich muss gestehen, dass ich Wesel nicht wirklich oft zu Gesicht bekomme, da ich ja in Lackhausen – außerhalb von Wesel wohne und eigentlich immer in Oberhausen, Bochum und Essen unterwegs bin (in der Reihenfolge).
Wie dem auch sei. Was vielleicht einige noch nicht wussten: Wesel war bzw. ist Teil der Hanse (heute nennt sich das “Hansebund der Neuzeit”) und aus dieser Tradition heraus richtet die Stadt Wesel jedes Jahr im Oktober das historische Hansefest aus. Das Hansefest ist eine gelungene Mischung aus mittelalter- lichem Handwerkermarkt und Weihnachtsmarkt (kein echter, aber irgendwie hat es ein was von dem gemütlichen Flair) und das sollte man sich mal angesehen haben, denn es lohnt sich nicht nur wegen dem frisch gebackenen Brot und dem Axtwerfen.
Die drei Fragezeichen und der seltsame Wecker im Livehörspiel in der Essener Grugahalle
Ich gebe gerne zu, dass ich ein Kassetenkind bin. Kassettenkinder sind heute so um die 30 Jahre alt – Stand 2009
– und kennen Die drei Fragezeichen, Die fünf Freunde, Funk-Füchse, Scotland Yard, TKKG, usw. sehr gut aus ihrer Kindheit. Sie kommen aus dem deutschsprachigen, europäischen, Raum und hatten in der Regel einen Kassettenkoffer, auf dessen Inhalt sie mächtig stolz waren.
Die erste Glaubensfrage in ihrem Leben, für die sie mit größtem Idealismus eingetreten sind war, ob Die drei Fragezeichen oder TKKG die besseren Detektive sind (beides ging gar nicht) und das Die fünf Freunde allesamt Rassisten waren, die ihren Hund Timmy mehr mochten als jeden Zigeuner (die waren bei den fünf Freunden immer böse und an allem Schuld), ist ihnen erst viel später aufgefallen.
Wer sich hier erkennen kann, der war wohl auch ein Kassettenkind. Noch was: Leute über 40 waren _keine_ Kassettenkinder, sondern allenfalls Märchen- plattenfetischisten
.
